Seit
Tausenden von Jahren leben Große Tümmler an der britischen Küste. Die
Gruppe im Moray Firth ist eine der am besten erforschten Gruppen
weltweit, aber ihre Zahlen sind rückläufig. Es leben dort nur noch etwa
130 Tiere.
Auf einen Blick
Die
Delfine im Moray Firth sind von zahlreichen Gefahren bedroht. Aufgrund
jahrelanger Überfischung finden sie nur schwer Nahrung. Industrie- und
Freizeitschiffe stören die Tiere und verursachen Lärmbelästigung.
Außerdem können Delfine auch in Fischernetzen ertrinken.
Umweltverschmutzung durch Chemikalien bedroht ihren Lebensraum als
Ganzes.
Andere Gefahren
Ein
weiterer großer Grund zur Sorge ist die Tatsache, dass viele Menschen
gar nicht wissen, dass rund um Großbritannien Delfine leben, die unsere
Hilfe zum Überleben brauchen. Dieses geringe Bewusstsein - und der
daraus resultierende Mangel an Gesetzen und anderen Schutzmaßnahmen -
macht die Delfine noch verletzlicher.
‚Das
erste große Säugetier, von dem man annimmt, dass es in den letzten
Jahren ausgestorben ist, ist ein Delfin - der Jangtse-Delfin (Lipotes
vexillifer).’
Was unternehmen Umweltorganisationen?
Die Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS)
bemüht sich, die Gefahren für Delfine und ihren Lebensraum zu mindern.
Forschung trägt entscheidend zur Planung zukünftiger Schutzmaßnahmen
bei. Projekte der WDCS sind zum Beispiel Fotoidentifizierung und
akustische Studien, um die Populations- und Sozialstruktur der Delfine
zu verstehen. Anhand der Ergebnisse wird festgelegt, wie die ‚Special
Area of Conservation’, das rechtsverbindlich ausgewiesene besondere
Schutzgebiet, erweitert werden sollte. Darüber hinaus können die
Auswirkungen vorgeschlagener Maßnahmen vor den Küsten beurteilt werden.
Mehr über die WDCS
Die
WDCS führt auch Projekte durch, die versuchen, die gesamte Gemeinschaft
für Umweltschutzbemühungen zu engagieren. Veranstaltungen in den
beiden WDCS Wildlife Centres am Ufer des Firth erwecken die Welt der Wale und Delfine für die
einheimische Bevölkerung und für Besucher zum Leben. Durch die Arbeit
mit Schulkindern ist gewährleistet, dass die nächste Generation dieses
natürliche Erbe zu schätzen weiß und Zugang dazu hat.
Was kann ich tun?
- Nutzen
Sie Ihre Macht als Verbraucher und fragen Sie bei Ihrem Fischhändler
und im Restaurant, ob der Fisch aus zertifiziertem, das heißt
ökologisch nachhaltigem Fischfang stammt.
- Wenn
Sie nicht dazu beitragen möchten, dass die Fischbestände allgemein
zurückgehen, dann informieren Sie sich darüber, welchen Fisch Sie
bedenkenlos essen können (z.B. mit der Angel gefangene Makrelen aus
Cornwall, mit der Angel gefangenen Hering aus der Nordsee), und auf
welchen Sie besser verzichten sollten (Kabeljau). Informationen dazu
finden Sie unter Fishonline.
- Entsorgen
Sie Müll immer umweltbewusst. Auch Müll, der an Land weggeworfen wird,
kann ins Meer gelangen. Delfine können sterben, wenn sie Müll
irrtümlicherweise für Nahrung halten.
- Sie helfen auch mit einer Spende an den BBC Wildlife Fund.
Wussten Sie schon?
- Die Delfine im Moray Firth töten Schweinswale.
- Delfine können viel größere Haie angreifen und verjagen.
- Delfine springen oft mit ihrem ganzen Körper aus dem Meer, wenn sie sich mit großer Geschwindigkeit fortbewegen wollen.
- Wale
und Delfine schlafen nicht so wie Menschen. Man geht davon aus, dass
sie nur unter der Oberfläche ein ‚Nickerchen’ machen, bei dem eine
Gehirnhälfte schläft und die andere wach ist, so dass sie Gefahren
immer wahrnehmen können.
- Delfine,
Schweinswale und Zahnwale kommunizieren und jagen mithilfe von
Echo-Ortung. So können sie sich ein ‚Bild’ ihrer Umgebung unter Wasser
machen.